1. Alarmieren

Haben Sie schon einmal den Notruf wählen müssen? Ja? Haben Sie alles richtig gemacht? Oder ist Ihnen in der Aufregung alles entfallen, was eigentlich bei einem Notruf gesagt werden muß? Ach, Sie haben noch nie die Feuerwehr gebraucht? Was würden Sie denn der Person bei der "112" erzählen, wenn morgen Ihre Küche brennt?

Durch die Einhaltung von gewissen Regeln kann im Ernstfall hilfreiche Zeit eingespart werden. Diese kommt einerseits den möglichen Opfern und andererseits den Einsatzkräften zugute. Die eben genannten Regeln beinhalten die so genannten "5 W". Diese "5 W" sollten Sie bei jedem Notruf durchgehen, denn genau diese Information benötigt die Person, die Ihren Anruf entgegennimmt. Bitte beachten Sie weiters, dass Ihre Angaben möglichst präzise sein sollten, denn je genauer die angegebene Information ist, desto effektiver kann die Hilfeleistung eingeleitet werden.

Prägen Sie sich zwei Dinge ein: die Notrufnummer 112 und fünfmal W

Bei einem telefonischen Notruf bitte immer bekanntgeben:

Wer meldet den Notfall?

Nennen Sie Ihren Namen und eventuell Ihre Telefonnummer falls sie nicht automatisch erkannt wird. Die Telefonnummer wird vor allem für eventuelle Rückfragen benötigt.

Was ist passiert?

Beschreiben Sie kurz und präzise was passiert ist.

Wo ist etwas passiert?

Geben Sie die genaue Adresse (Ort, Strasse, Hausnummer, evtl. Stock/Tür) an. Geben Sie in diesem Zusammenhang auch Besonderheiten bei der Zufahrt an.

Wieviele Verletzte gibt es?

Beschreiben Sie kurz und präzise was passiert ist.

Warten auf mögliche Rückfragen!

Es kommt immer wieder vor, dass die Person, die Ihren Notruf entgegennimmt, noch Rückfragen an Sie hat. Darum warten Sie, bis diese keine Fragen mehr hat und legen Sie nicht frühzeitig auf. Diese Person kann Ihnen auch im Bereich der Ersten Hilfe und den ersten Maßnahmen der Brandbekämpfung helfen. Hinweis: die Alarmierung der Einsatzkräfte ist zu diesem Zeitpunkt schon erfolgt. Ein Notruf sollte aufgrund dessen immer von der Person in der Notrufzentrale beendet werden!

2. Retten / Helfen

Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung!

Stellen Sie fest, ob Verletzte oder Behinderte aus dem Gefahrenbereich gebracht werden müssen. Bringen Sie sich und Hilfsbedürftige (Kinder, alte Menschen, Kranke, Gehbehinderte) möglichst gleichzeitig mit der Alarmierung in Sicherheit. Personen, deren Kleidung in Brand geraten ist, nicht fortlaufen lassen sondern in Decken oder Kleidungsstücke einhüllen und den Brand durch Abklatschen und/oder Wälzen am Boden löschen.

3. Löschen

Etwa die Hälfte aller gemeldeten Brandfälle werden noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von Privatpersonen gelöscht. Kenntnisse in der ersten Löschhilfe und der richtige Einsatz von Kleinlöschgeräten können in vielen Fällen das Entstehen von Großbränden verhindern.

Regeln zur Brandbekämpfung!

Türen des vom Brand betroffenen Raumes so lange geschlossen halten, bis der Löschangriff nach ausreichender Bereitstellung von Löschgeräten und Löschmitteln vorgenommen werden kann.

Beim Vorgehen zum Brand die Fenster in den nicht vom Brand betroffenen Räumen und im Stiegenhaus öffnen, damit die Rauchgase ins Freie abziehen können und das Stiegenhaus nicht verraucht wird.

Tür zum Brandraum in gebückter Stellung und möglichst unter Ausnützung einer Deckung (Türblatt, angrenzende Mauer) öffnen. Achtung! Gefahr von Stichflammen!

In gebückter Haltung oder am Boden kriechend sich so nahe an den Brand heran arbeiten, damit mit dem Löschstrahl sicher die Glut des Brandes getroffen werden kann.

Beginn der Löscharbeiten an der Stelle der größten Brandausbreitungsgefahr.

Löschwasser nur in die Glut, nicht in Flammen und Rauch richten.

Nur dann Wasser aufbringen, wenn der zu löschende Gegenstand sichtbar ist.

Die Löschwasseraufbringung von Zeit zu Zeit unterbrechen, damit der Wasserdampf abziehen kann und die brennenden Gegenstände wieder gesehen werden können.

Möglichst immer Deckung nehmen!